Die “blaue Stunde”

Die “blaue Stunde”

Die blaue Stunde beschreibt den Zeitraum vor dem Sonnenaufgang oder nach dem Sonnenuntergang, in dieser Zeit hat das Licht eine besondere Stimmung, die man wunderbar auf Photographien festhalten kann. Heute möchte ich einiges über diese “Stunde” schreiben und den einen und anderen Tipp geben.

Im Zeitraum der blauen Stunde ist es möglich durch den blauen Himmel und die letzten Sonnenstrahlen sehr Stimmungsvolle Aufnahmen zu erstellen. Allerdings gibt es einiges in dieser Stunde zu beachten.

Die blaue Stunde ist im Durchschnitt nur 15 bis 60 Minuten lang. Deswegen sollte man sich vorher schon einige Gedanken zur Bildkomposition machen – um Zeit zu sparen, da ansonsten die Sonne zu stark scheint, oder einfach zu wenig Sonnenlicht vorhanden ist um die Aufnahme ohne “ausgefressene” Bildbereiche zu belichten. Somit geht der größte Vorteil der blauen Stunde verloren. Dieser besteht darin das die Kontraste um einiges schwächer als bei Sonnenschein und somit die Belicht leichter “von der Hand geht”.

Wichtige Dinge die man bei der Bldkomposition beachten sollte sind z.B.:

  • Wo geht die Sonne unter/auf?
  • Wie sieht mein Vordergrund aus?
  • Ist die Drittel-Regel beachtet?
  • Sind im Bild noch Wolken oder Kondensstreifen zu sehen?
  • Wo sind markante Punkte, Linien oder Lichtquellen?

Der Kamera-Automatik sollte man in diesem Zeitraum nicht vertrauen, da diese meißt zu helle Aufnahmen erzeugt. Im Manuellen Modus sollte eine möglichst geschloßene Blende gewählt werden (gr0ße Blendenzahl) und eine große Tiefenschärfe (oder auch Schärfentiefe) zu erreichen. Der ISO Wert sollte niedrig sein um Bildrauschen zu vermeiden, welches vorallem bei Langzeitbelichtungen schnell enstehet. Dadurch erhällt man lange Belichtungszeiten, welche zu Bewgungsunschärfen oder Verwacklungen führt. Somit ist ein Stativ Pflicht.

Bei der Bearbeitung von Bildern die zur blauen Stune aufgenommen sind ist neben der normalen Retusche von Sensorflecken nur die Kontrast- und Farboptimierung notwendig. Das erstellen von Farblooks ist nicht notwendig da diese Bilder immer eine besondere Wirkung haben. Allerdings gibt es auch hier einiges zu Beachten.

  • Das aufhellen von Tiefen und Mitteltönen kann es oft zu heftigen Bildrauschen führen
  • Bei zu starken Kontrast anhebungen kann es zu Farbabrissen in sanften Verläufen kommen
  • Verläufe reagieren sehr Empfindlich auf starke JPG Komprimierung

Nun möchte ich euch noch 2 Bilder zeigen, welche von mir in der blauen Stunde aufgenommen wurden.

Das erste Bild war eine Lagzeitbelichtung mit einer sehr großen Blende (Zahl), ISO 100 und einer Belichtungszeit von 30 Sekunden.

Das folgende Bild wurde während des Sonnenaufgangs erstellt mit einer ISO 1600 und Blende 1.8.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig helfen. Bis zum nächsten Beitrag, Cornelius.

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